Heartbeat Herzschlag

Kinderärzte raten Müttern mit quengelnden Neugeborenen manchmal: „Wenn nichts mehr hilft, wickeln Sie eine Uhr in ein Handtuch ein und legen Sie es in die Nähe des Kopfes Ihres Kindes.“ Das Ticken der Uhr simuliert den Herzschlag der Mutter, den das Kind 9 Monate lang in ihrem Bauch gehört hat. Dieser wohltuende Klang beruhigt das Kind oft in wenigen Momenten.

Unser himmlischer Vater hat jeden von uns für eine intime Beziehung und Einheit mit Ihm geschaffen, in der wir beständig Seinen Herzschlag spüren. Deshalb kam Jesus auf die Erde. Wenn wir diesen Herzschlag unseres Vaters nicht spüren, neigen wir dazu, wie diese quengelnden Babys zu sein. Nichts kann uns wirklich beruhigen.

In den Sommern 2015 und 2016 gaben wir jungen Erwachsenen (17-27 Jahre), die eine Sehnsucht nach dem Herzschlag Gottes haben, die Möglichkeit eine Woche mit uns in Craheim zu verbringen. Durch Impulse, Gebet, Lobpreis, Gemeinschaft, evangelistischen Einsatz und praktische Arbeiten gab es vielerlei Gelegenheiten, in eine tiefere Gemeinschaft mit Gott zu kommen.
2015 starteten wir „heartbeat“ mit 6 Teilnehmern. 2016 waren es schon 18 – eine Steigerung von 300%.

Welch ein Privileg es doch für uns ist, diese jungen und geistlich hungrigen Menschen ermutigen zu können und mit ihnen einige wertvolle Dinge zu teilen, die der Herr uns auf unserem bisherigen Weg mit Ihm gezeigt hat. Jede/r dieser Jugendlichen ist völlig einzigartig, aber jeder hat bei HEARTBEAT definitiv etwas vom Herrn empfangen, das eine neue Dimension auf dem Weg mit Gott eröffnet hat.

Wir freuen uns, auch in diesem Sommer wieder junge Menschen zu heartbeat einladen können.
Also wenn du dich nach einer tieferen Erfahrung mit dem Herrn sehnst (oder wenn du jemanden kennst), dann bete darüber, ob du nicht diesen Sommer mit uns zusammen dem wohlklingenden Herzschlag unseres himmlischen Vaters lauschen willst!

 

Heartbeat 2017

Vom 13.-20. August 2017

Am Herzschlag Gottes
Von 18-27 Jahren

 

Zeugnis von Rebekka Dorn über ihr verkauftes Auto

Kennst du diese Frage „Bist du bereit mir … zu geben?“ Nicht wie eine Forderung, sondern ganz sanft und lockend? Aber trotzdem mit so einem folgenschweren Inhalt, dass dir der Atem zu stocken droht?

Nun, mir erging es so letzten Sommer, als Gott mich fragte: „Bist du bereit, mir dein Auto zu geben?“
Diese Frage erreichte mich in einer Zeit, in der ich einen finanziellen Engpass durchlebte.

So war ich wohl gut vorbereitet, als diese Frage kam: „Bist du bereit mir dein Auto zu geben?“, weil ein Auto bekanntlich auch ein Kostenfaktor ist.
Andererseits verkörperte dieses Auto für mich Freiheit und Autonomie. Hier in unserer ländlichen Abgeschiedenheit konnte ich mit einem eigenen Auto selbst bestimmen, wann ich wo einkaufen will, wann ich eine Reise mache, wie ich zum Arzt, zur Bank, zum Schwimmbad, usw. komme.
Für mich war es nicht leicht, diese Frage mit „Ja“ zu beantworten. Ich merkte, wie sehr doch mein Herz an meinem Auto hing.
Aber schließlich hatte ich doch genug Vertrauen zu sagen: „Okay, Gott, wenn das dein Plan ist, dann bin ich bereit mein Auto herzugeben, weil ich weiß, dass du das Beste für mich willst und ich dir vertraue, dass ich auch ohne eigenes Auto klar kommen werde.“
Sobald ich diese Entscheidung getroffen hatte und mein Auto innerlich schon abgegeben hatte, erfüllte mich tiefer Frieden und Freude. Die Freiheit, die ich meinte verloren zu haben, hatte ich gewonnen, weil ich nun nicht mehr an mein Auto „gebunden“ und total abhängig von Gott war.

Als es dann klar war, dass ich mein Auto hergeben würde, wurde in mir der Wunsch immer fester, mein Auto an eine Freundin zu verschenken, die Missionarin ist. Dieser Gedanke war so unlogisch, aber so gut. Unlogisch, weil meine Geldsituation sich ja nicht verändert hatte und ich das Geld von einem Verkauf eigentlich ziemlich gut gebrauchen konnte. Gut, weil ich so einen Frieden und eine Freude bei diesem Gedanken hatte, dass ich gar nicht anders konnte. Meine Freundin war natürlich überrascht und glücklich, vor allem weil ihr altes Auto immer wieder mitten auf der Straße den Geist aufgab (davon wusste ich im Vorhinein nichts). Und die Übergabe mit allen Formalitäten lief so schnell und so reibungslos, dass es für mich eine Bestätigung war, in Gottes Sinne gehandelt zu haben. Gerade als ich ihr das Auto anbot, war meine Freundin auf Kurzaufenthalt in Deutschland und konnte das Auto persönlich abholen und ummelden (Und so hatte ich auch das Privileg, sie nach fast drei Jahren einmal wieder zu sehen).

Nachdem ich dieses „Ja“ auf die Frage „Bist du bereit mir dein Auto zu geben?“ hatte, war es für mich nicht mehr schwierig, es tatsächlich herzugeben. Aber dieses „Ja“ nahm mir nicht nur mein Auto, es öffnete für mich auch eine Tür zur Großzügigkeit. Vorher knauserte ich mehr und mehr, weil das Geld immer weniger wurde, und ich hatte keine Freiheit, großzügig zu sein. Als ich mein Auto verschenkte setzte so eine Freudigkeit zu Geben ein, dass ich wieder frei war, nicht nur an mich und meine Bedürfnisse zu denken.
Und noch eins: Gott lässt sich nicht lumpen!
Kurz darauf bekam ich immer wieder Geldgeschenke (von 50,- / 100,- Euro). Bei dem letzten anonymen Geldumschlag, den ich bekam, musste ich fast lachen. Gott setzt einfach immer noch einen drauf. Und auch ohne Auto lässt es sich bis jetzt gut leben, vor allem wegen der Hilfsbereitschaft meiner lieben Glaubens-Geschwister.

Vielleicht gibt es auch in deinem Leben etwas, an dem dein Herz hängt. Und vielleicht fragt Gott ja auch dich: „Bist du bereit mir … zu geben?“. Dann ermutige ich dich, diese Frage nicht weg zu schieben, sondern sie vor Gott zu bewegen. Ich wünsche dir den Mut, „Ja“ zu sagen, und den Gehorsams-Schritt zu tun; denn sein Wille ist gut und er meint es nur gut mit dir. Sei bereit, dein Herz an ihn zu hängen, in allen Dingen.

„Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz!“ (Matthäus 6, 21)
„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch alles hinzugegeben werden.“ (Matthäus 6, 33)
Eure Rebekka

Ein bewegendes Frauenwochenende liegt hinter uns und alle 60 Frauen sind gestärkt in ihren Alltag zurück gekehrt.

„Gebet ist…“ so lautete das Thema dieser drei gefüllten Tage. Der Freitagabend diente zum Ankommen und Herauskommen aus dem Alltag. Angela Krättli (http://www.highway-ministries.org) führte uns an diesem Abend ins Thema ein. Als offenes Ende hatte jede Frau die Möglichkeit ins Hören auf Gott zu gehen: mit Hilfe des Psalms 139, durch „journaling“ (indem sie einfach ohne viel nachzudenken einfach ihre Gedanken aufschrieb – sozusagen als Brief von Gott) oder einfach im Dasein vor Gott. Wer wollte, konnte sich dann im Schlosskeller treffen und sich über das Erlebte austauschen.

Mit einer Andacht und Lobpreis starteten wir dann in den neuen Tag. Der Samstag war gefüllt mit Impulsen und selbst aktiv werden. Angela erweiterte unseren Horizont, was Gebet noch sein kann (außer dem persönlichen Gespräch mit Gott und Fürbitte). Für viele Frauen ungewohnt war die Form des proklamierenden Gebets („Ausrufen der Wahrheiten Gottes“). Anstelle eines bittenden Gebets (z.B. „Bitte führe mich durch diese schwere Zeit.“) durften sie in Kleingruppen ausprobieren, Gottes Wahrheiten über ihre Situationen auszusprechen („Du hast mich schon durch viele schwere Zeiten geführt. Du hast auch jetzt eine bessere Übersicht über meine Situation und weißt das Ende. Dir kann ich vertrauen. Du wirst mich auch jetzt durch diese schwere Zeit führen.“). Diese andere Art des Gebets verhalf vielen Frauen zu einem Blickwechsel von den eigenen Schwierigkeiten hin zu Gott.

Nach einem festlichen Abendessen wurde das gute Essen mit einer Polonaise in der Kuppelhalle wieder „abgetanzt“. Im Segnungsabend durften die Frauen dann füreinander von Gott hören, was Gott ihnen Ermutigendes zu sagen hat. Viele waren berührt davon, was Gott ihnen durch teilweise völlig fremde Frauen Treffendes zu sagen hatte.

Den krönenden Abschluss bildete der Gottesdienst am Sonntag, in dem die Frauen noch mal für ihren Alltag gestärkt wurden.

Wir suchen baldmöglichst einen Hausmeister, der unser Team unterstützt.

Als Hausmeister von Schloss Craheim unterstehst du dem Teamleiter und bist zusammen mit ihm verantwortlich für das gesamte Schlossgelände und die Gebäude…

 

Zur kompletten Stellenausschreibung.

Die junge und mittlere Generation auf Schloss Craheim Spendenaufruf
„Lasst uns ans andere Ufer fahren!“ Und sie stiegen zu ihm ins Boot und fuhren los. Markus 4, 35+36
Es ist erstaunlich, wie Veränderung mit der Zeit sichtbar wird. Jeder hat zwar so seine Vorstellung davon, wie die Zukunft aussehen mag. Wie sie dann aber aussieht, erlebt man erst, wenn man zu neuen Ufern aufbricht.

 

Vor mehr als fünf Jahren machte die Lebensgemeinschaft es sich zum Gebetsanliegen, Gott um eine junge Generation in Craheim zu bitten. Und Gott hörte: junge Menschen kamen und uns wurden die Finanzen dazu geschenkt.
Jung und Alt beteten dann für eine mittlere Generation, die auf Gottes Ruf nach Craheim reagieren würde. Und Gott hörte! Etwas Neues bricht auf und wir sind ein Teil dessen. Ja, wir wollen bewusst in der Einheit leben, die Christus gestiftet hat. Wir wollen die Generationen miteinander verbinden und mit dem Heiligen Geist gemeinsam voran gehen.
Sie haben uns in den vergangenen Jahren durch Ihre Spende für die Junge Generation ganz praktisch unterstützt. Durch Ihr Geben und Gebet tragen Sie das Anliegen vor Gott mit. Dafür möchten wir Ihnen von Herzen Danke sagen.

 

Blicken Sie mit uns zum Horizont!
Die Zeiten, in denen wir leben, sind geprägt von Orientierungslosigkeit, Unsicherheit und Lebensmüdigkeit. Gleichzeitig aber wächst der Hunger nach Gott und erlebbarer Gemeinschaft.
In Craheim ermutigen und befähigen wir Menschen, durch die Kraft von Jesus Christus in ihrem Alltag einen Unterschied zu machen. Menschen, die Jesus kennen, ihn lieben und ihm leidenschaftlich folgen! – das ist unser Anliegen. Wir glauben, dass die Begegnung mit dem lebendigen Gott eine starke Auswirkung auf den Alltag jedes einzelnen Besuchers hat…
Als Junge Generation sehen wir unseren Teil darin, beispielhaft durch unser Leben und Arbeiten an diesem Ort, Menschen für ein waschechtes Leben mit Jesus zu begeistern. Neue Seminare, Freizeiten, Zeiten der Lehre und des Lobpreises, ein Raum des Gebets, Anbetung vor dem König aller Könige … – wir erleben einen neuen Aufbruch. Die Segel sind gesetzt. Und Jesus sitzt im Boot. „Lasst uns ans andere Ufer fahren!“
Wir suchen Personen, die unser Anliegen teilen. Und nun kommen Sie wieder ins Spiel: Nutzen Sie die Möglichkeit, uns monatlich mit einer Spende zu unterstützen.
Mit dem Verwendungszweck „Junge Generation Craheim“ sorgen Sie für beständigen Wind in unseren Segeln. Nehmen Sie mit uns Fahrt auf.

 

Maranatha! Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit euch! Unsere Liebe sei mit euch allen in
Christus Jesus! Amen. (1. Korinther 16, 23+24)
Nela, Stefan, Rike, Marie-Luise, Karl-Heinz, Rebekka und Ruben
Dankeskarte oldschool

Wir sagen „Danke“ für alle finanzielle und praktische Unterstützung, die wir im Jahr 2016 von Ihnen erhalten haben. „Danke“ für Ihr Gebet und Ihre Freundschaft.
Wir erhielten insgesamt rund 233.000€, die für unseren Haushalt bestimmt waren. Dazu über 8.000€ an Sachspenden und knapp 30.000€ für Projekte (z.B. für den Umbau von Nasszellen, Seminarstühle, das Gebetshaus, Spielplatz…).

Insgesamt entschieden sich 222 Spender, Craheim erstmals finanziell zu unterstützen. Im Vorjahr waren es 199 Personen.

Für unser Baumeister-Projekt haben sich 15 Spender entschieden und sind dem Förderverein für Craheim beigetreten. Somit haben wir in den letzten drei Jahren 39 neue Mitglieder gewinnen können, die uns regelmäßig unterstützen. Wenn sich noch 12 Personen bis zum Freundestreffen im Herbst 2017 entscheiden, ist das Baumeister-Projekt damit abgeschlossen.

Vielen herzlichen Dank dafür!

Stefan Frank

Buch Kloser auf Evangelisch im ökumenischen Schriftendienst bestellen

„In der christlichen Geschichte haben sich zahlreiche Formen von Gemeinschaften herausgebildet. Christsein bedeutet ‚Leben in Gemeinschaft, mit Gott und den Menschen‘. Es ist erfreulich und erfrischend, aus dem vorliegenden Buch zu erfahren, wie der Geist Gottes auch die evangelische Kirche mit solchen Gemeinschaften bereichert hat. Dieses Buch ist nicht nur informativ, sondern gleichzeitg ein Zeugnis, wie heute etwa 50 solche Gemeinschaften Christsein verwirklichen und den Herrn in ihrer Mitte erfahren. Sie sind Brennpunkte christlichen Lebens und bauen ökumenische Brücken.“
(Abtprimus Notker Wolf OSB)

 

Annegret Bossemeyer durfte stellvertretend für unsere Gemeinschaft an dem Buch mitwirken. Ihren Beitrag wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, daher ist er an dieser Stelle veröffentlicht. Annegret beschreibt in ihrem Artikel einen Teil unseres gemeinschaftlichen Lebens und Ihre persönliche Situation in der Gemeinschaft. Prädikat: wertvoll!

Interessieren Sie sich für christliche Gemeinschaften? Möchten Sie selbst in einer solchen Gemeinschaft mitleben? Was sind die Unterschiede und Schwerpunkte der einzelnen Gemeinschaften?
Das Buch „Kloster auf Evangelisch“ berichtet aus verschiedenen Blickwickeln zu dem Thema und ist bei uns in Craheim für 12,80 € + Porto erhältlich.
Bestellungen an anmeldung@craheim.de

Was 2016 in Craheim geschehen ist, Zahlen und Fakten

Unser Lauf des Glaubens hier auf Erden ist ein Marathon. Wer meint, wir legen einen schnellen Sprint hin und kommen nach kurzer Zeit ins Ziel, wird schnell eines besseren belehrt. Deshalb sagt Paulus „lasst uns mit AUSDAUER in dem Wettkampf laufen“ (Hebräer 12, 1-2). Über die lange Distanz zeigt sich, ob wir das Ziel im Herzen haben oder nur kurzzeitig einer Laune folgen, die dann von einer anderen abgelöst wird.
Aber am Ende wartet der Siegespreis. Jesus benutzt diese Worte in der Offenbarung häufiger: „Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten…“ Wir laufen auf ein wunderbares Ziel zu – die Herrlichkeit Gottes – aber davor kommt der Marathon.

Im Alltag kann uns dieses Bewusstsein manchmal verloren gehen. Wir gehen unserer Arbeit nach, verbringen Zeiten mit Gott, füllen uns mit der Wahrheit Seines Wortes, haben Zeiten in Gemeinschaft mit anderen, und und und… Im Prozess der „Sinn-Erneuerung“ durch den Heiligen Geist kann es auch ganz schön anstrengend werden.
Und es taucht die Frage auf: Wozu tue ich all dies?
Meine Antwort: Weil es meinen Bewegungsablauf trainiert für das Rennen, in dem ich stehe.
„Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem HERRN…“ (Kolosser 3, 23) Schon allein bei diesem Rat wäre doch ein wenig Ausdauer unsererseits angebracht. Der Weg des Marathons mit Jesus ist das beständige Lernen, eine Jesus-Kultur in mir zu entwickeln.
Kann ich die Herausforderungen meines Lebens als Training eines liebenden himmlischen Vaters sehen, der mir hilft zu wachsen? Er ist ein guter Trainer und weiß, welche Strecken Er uns zum Aufbau unserer Glaubensmuskulatur zumuten muss, damit wir den Lauf vollenden. Aber: weißt Du, wer der Papa ist?
Andererseits muss ich mich aber auch fragen:
Was tue ich eigentlich, was meinem Rennen gar nicht hilft?
Laufe ich noch oder habe ich es mir an der Wasserstation am Rand gemütlich gemacht? Die ist ja eigentlich dafür da, dass ich Erfrischung für den Weg bekomme.

Was willst Du?Diese Frage stellte Gott mir im letzten Jahr immer wieder, um mich auf manche „Wasserstationen“ hinzuweisen, an denen ich es mir gemütlich gemacht hatte. Jeder von uns sollte sich diese Frage stellen, denn in ihr steckt großes Veränderungs-Potential für ein zielgerichtetes Leben. Wer ein Ziel hat, der läuft. Er wird seine Bewegungen so abstimmen, dass er das Ziel erreicht!

Vor einigen Monaten nahm ich an einem dieser Fitness-Parcours teil, der sich über 7km durch den Münchener Olympiapark erstreckte. Zugegeben kein Marathon, aber er hatte es in sich: man musste über meterhohe Wände springen, sich durch Schlamm und unter Stacheldraht durchkämpfen, Gewichte ziehen, schieben und schleppen, Netze hochklettern und mehrmals den eisigkalten Olympiasee durchqueren…
Nach ungefähr 4 km bekam ich einen starken Schmerz im rechten Knie, als würde jemand einen Stock in mein Bein stoßen. Zu Beginn des Rennens sah ich einige Läufer, die vor mir gestartet waren und dann kurz vor dem Ziel aufgaben, weil sie Schmerzen hatten. Das fand ich logisch. „Ich würde es auch so machen, wenn ich Schmerzen hatte. Das ist nur vernünftig,“ sagte ich da noch.
Aber nun? Ich wollte nicht aufgeben. Ich wollte das Ziel erreichen, trotz der Schmerzen im Knie. Ich wollte diesen Weg nicht umsonst gelaufen sein. Das wollte ich!
Das Ziel vor meinem inneren Auge zu haben und die Anfeuerung durch Freunde am Seitenrand, motivierten mich so stark, dass ich tatsächlich alle Hürden nahm, die Ziellinie überquerte, die Medaille entgegennahm und mit meinen Kumpels diesen Erfolg feiern konnte.

 

Es gibt solche Momente in unserem Leben, wo wir niedergeschlagen sind und uns fragen, ob wir vielleicht aufgeben sollten… Vielleicht wäre es doch schöner, an der Wasserstation zu sitzen.
Aber wie umwerfend gut wird das Ergebnis wohl sein, wenn wir über die Ziellinie laufen?!
Ich sage Dir was: „Gott sucht dich und wird dir ausreichend Gnade und Kraft geben, den Lauf zu vollenden.“
Es ist ein Üben in Ausdauer und Treue, eine tiefe Beziehungspflege, in der wir uns bewusst werden, wer und wie der Papa ist! Behalte den Fokus – setze einen Fuß vor den anderen und denke an die Freude, die vor Dir liegt! Lass Ihn auf keinen Fall los. Koste es, was es wolle! Laufe im Glauben, nicht im Schauen.“
Wir brauchen Jesus. Ohne Ihn haben wir nicht nur verloren, wir sind wir verloren.